Jeden ersten Sonntag im Monat findet auf dem Marktplatz von Smithfield, im Zentrum von Dublin, einer der größten innerstädtischen Pferdemärkte Europas statt. Wo früher ursprünglich ein Obst- und Gemüsemarkt stattfand, werden seit den siebziger Jahren Pferde gehandelt. Man findet allerdings weniger hochrassige Renn- oder Zuchtpferde, sondern vielmehr Arbeitspferde für die Landwirtschaft, Zugpferde für Kutschen, Reitpferde für die Töchter reicher Eltern und Fohlen oder Ponys für die Kleinen. Und wer schon genügend Pferde in seinem Stall hat, kann sich auf dem Markt noch das passende Zubehör kaufen, von Sattelzeug über Sulkys bis zum schmucken Ölgemälde mit Pferdemotiven.
Smithfield selbst war bis vor einigen Jahren eine ziemlich herunter gekommene Ge-gend nördlich des Liffey, in der Nähe der Heuston-Bahnstation. Im Zuge der vielen Neubau-Maßnahmen hat man die alten Häuser abgerissen und an ihrer Stelle moderne Apartment-Blocks hingesetzt. Aus der vormals sehr zwielichtigen Gegend wurde eine sehr begehrte Wohngegend.Der Pferdemarkt mitten in Dublin ist sicherlich ein ungewöhnliches Ereignis. In der Mehrheit werden Arbeitstiere angeboten, scheckige Halb-Kaltblüter mit viel Fesselbehang. Daneben auch kleinere Pferde und Ponys. Man kann sehr gut das Treiben der Pferdehändler beobachten. Man tastet die Pferde ab, betrachtet die Hufe und ja - hier wird dem Gaul noch ins Maul geschaut. Die Händler waren typische Land- oder Pferdewirte von der suspekten Art, die nicht gerade zimperlich mit den Pferden umgingen, die meist an Pollern oder an den futuristischen Säulen des Marktplatzes angebunden waren. Auch ließen es sich viele Kaufinteressenten nicht nehmen, die Pferde im schnellen Trab oder sogar Galopp "probe" zu reiten, oder vor den Sulky spannen zu lassen. Allerdings musste auch dem Pferdeunkundigen auffallen, dass der große Kopfsteinpflasterplatz dafür denkbar ungeeignet ist, zumal der Regen das Kopfsteinpflaster noch schlüpfriger machte.
Sehr groß war der Markt allerdings nicht, vielleicht 30 bis 40 Tiere. Möglicherweise lag es am schlechten Wetter an diesem Sonntagmorgen. Vielleicht aber auch daran, dass der Markt in letzter Zeit in die Kritik geraten ist. Die Dublin S.P.C.A. (Society for Prevention of Cruelty to Animals) hat ein Verbot des Pferdemarktes gefordert, oder zumindest die Verlegung auf eine Wiese außerhalb des Zentrums. Insbesondere haben die Tierschützer immer wieder Misshandlungen der Tiere beobachten müssen. Und natürlich ist der Kopfsteinpflasterplatz, umgeben von Stahl, Beton und Glas, kein idealer Austragungsort für einen Pferdemarkt.
Hinzu kommt, dass der Markt nicht reguliert ist. Für die Tiere müssen keine Papiere vorgelegt werden. Vom Pony für 100 Euro bis zu 10 oder 12 jährigen Arbeitstieren wird alles verkauft. Sogar Jugendliche unter 16 Jahren können dort ein Pferd erwerben. Einige der Tiere werden extra aus England eingeflogen, und sind weder an Straßenverkehr noch viele Menschen gewöhnt. Ich selbst habe gesehen, wie einem Pferd eine frische Wunde am Bein mit einem Taschentuch abgetupft wurde. Vermutlich hatte sich das Tier an einem der scharfkantigen Steinblöcke auf dem Marktplatz gestoßen. Ungeachtet derartiger Gefahren trieben einige der Händler die Pferde zu einem Galopp über das Kopfsteinpflaster an. Von den Beton- und Glaswänden hallte das laute Klappklapp-Klappklapp-Klappklapp der Hufe wieder. Und immer wieder kamen die Tiere mit ihren Hufeisen ins Schlittern. Zum Glück habe ich keine Stürze beobachten müssen.

Kein Wunder, dass die Tierschützer, die das Treiben auf dem Markt genau beobachten, dort nicht gerne gesehen sind. Und wohl gelegentlich kommt es auch zu Raufereien, wenn sie sich mit den Händlern anlegen. Mir war gleich die verstärkte Präsenz der Polizei aufgefallen, die den Markt aus einem Mannschaftswagen und von den Eingängen der Häuser aus beobachtete. Wahrlich, der Pferdemarkt mitten in Dublin ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich. Mal sehen, wie lange noch.
Sehr groß war der Markt allerdings nicht, vielleicht 30 bis 40 Tiere. Möglicherweise lag es am schlechten Wetter an diesem Sonntagmorgen. Vielleicht aber auch daran, dass der Markt in letzter Zeit in die Kritik geraten ist. Die Dublin S.P.C.A. (Society for Prevention of Cruelty to Animals) hat ein Verbot des Pferdemarktes gefordert, oder zumindest die Verlegung auf eine Wiese außerhalb des Zentrums. Insbesondere haben die Tierschützer immer wieder Misshandlungen der Tiere beobachten müssen. Und natürlich ist der Kopfsteinpflasterplatz, umgeben von Stahl, Beton und Glas, kein idealer Austragungsort für einen Pferdemarkt.Hinzu kommt, dass der Markt nicht reguliert ist. Für die Tiere müssen keine Papiere vorgelegt werden. Vom Pony für 100 Euro bis zu 10 oder 12 jährigen Arbeitstieren wird alles verkauft. Sogar Jugendliche unter 16 Jahren können dort ein Pferd erwerben. Einige der Tiere werden extra aus England eingeflogen, und sind weder an Straßenverkehr noch viele Menschen gewöhnt. Ich selbst habe gesehen, wie einem Pferd eine frische Wunde am Bein mit einem Taschentuch abgetupft wurde. Vermutlich hatte sich das Tier an einem der scharfkantigen Steinblöcke auf dem Marktplatz gestoßen. Ungeachtet derartiger Gefahren trieben einige der Händler die Pferde zu einem Galopp über das Kopfsteinpflaster an. Von den Beton- und Glaswänden hallte das laute Klappklapp-Klappklapp-Klappklapp der Hufe wieder. Und immer wieder kamen die Tiere mit ihren Hufeisen ins Schlittern. Zum Glück habe ich keine Stürze beobachten müssen.

Kein Wunder, dass die Tierschützer, die das Treiben auf dem Markt genau beobachten, dort nicht gerne gesehen sind. Und wohl gelegentlich kommt es auch zu Raufereien, wenn sie sich mit den Händlern anlegen. Mir war gleich die verstärkte Präsenz der Polizei aufgefallen, die den Markt aus einem Mannschaftswagen und von den Eingängen der Häuser aus beobachtete. Wahrlich, der Pferdemarkt mitten in Dublin ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich. Mal sehen, wie lange noch.
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