Es gibt einige Filme, die man sich ansehen sollte, wenn man sich für Irland interessiert. Neben den bekannteren Filmen wie z.B. "Angela's Ashes" (dt. "Die Asche meiner Mutter" ) oder "Michael Collins" gibt es eine Reihe von Filmen, die über Irland hinaus nur wenigen bekannt sein dürften. Hierzu zählen z.B. "The General" über das Leben des Dubliner Gangsterbosses Martin Cahill, oder "The Wind That Shakes The Barley" über den irischen Unabhängigkeitskrieg. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich diese Filme anschauen.
Ein Film jüngeren Datums ist "Once", der gegenwärtig in den deutschen Kinos anläuft, in Irland aber bereits auf DVD erhältlich ist. Er ist eine der kleinen Low-Budget-Produktionen, die weniger durch Spezial-Effekte oder große Stars auffallen, sondern durch eine einfache aber hinreißende Geschichte mitten aus dem Leben der beiden Hauptcharaktere. Der Film war eine der Überraschungen auf den Film-Festivals, gewann den "World Cinema Audience Award" und war sogar für eine Oscar-Nominierung im Gespräch.
Der Film wurde vergangenes Jahr in nur zwei Wochen und mitten in Dublin gedreht, teilweise auf offener Straße mit Passanten und dem Dubliner Straßenverkehr im Hintergrund. Und das gibt ihm eine besondere Note: Er zeigt Dublin heute, die Stadt und die Menschen. Viele bekannte Straßen und Orte tauchen als Schauplätze in dem Film auf, so z.B. die berühmte Einkaufsstraße Grafton Street, die George's Street Arkaden, St. Stephen's Green, Dollymount Beach oder die Halbinsel Howth.
Er handelt von einem mittellosen Staubsauger-Techniker, der sich in seiner Freizeit als Straßenmusikant etwas Geld hinzuverdient und eigene Lieder schreibt. Zufällig begegnet er einer tschechischen Emigrantin, die sich als Putzfrau und Straßenverkäuferin durch das Leben in Dublin schlägt und zudem eine talentierte Pianistin ist. Eine Romanze bahnt sich an. Doch der Film folgt nicht den klassischen Liebesgeschichten a la Hollywood mit Schmalz und Happy End, sondern erzählt die Geschichte zweier einfacher Menschen mit Sorgen und Nöten, deren Lebenswege sich für eine Woche treffen.
Die beiden Hauptdarsteller sind in erster Linie Musiker und haben bereits vor dem Film ein gemeinsames Album aufgenommen. Erst in zweiter Linie sind sie Schauspieler. Aber gerade das verleiht ihren Figuren eine besondere Natürlichkeit. Sie spielen Menschen wie du und ich. Nicht ohne Absicht haben die beiden Figuren im Film keine Namen, und auch im Abspann werden sie nur mit "Guy" und "Girl" geführt.
Der Film zeigt zudem das Leben und die Probleme im heutigen Dublin: Emigration, die hohen Lebenshaltungskosten, House Sharing. Den Gegenpol stellt die Musik dar, die auch heute noch einen hohen Stellenwert in der irischen Kultur hat. Dublin, dieser kosmopolitische Schmelztigel vieler Kulturen, ist der perfekte Schauplatz für die Geschichte, woanders hätte sie gekünstelt und fehl am Platz gewirkt. Und wer kann, sollte sich den Film im Orignal ansehen. Man bekommt echte irische Sprechweise und Dubliner Akzent geboten.
Viele nette Details fallen einem auf: Da gibt es den Bankangestellten, bei dem die beiden für einen Kredit vorsprechen und dem sie eine Demo-Aufnahme vorspielen. Der Banker zeigt sich zunächst skeptisch. Doch dann greift er plötzlich selbst zur Gitarre, schmettert "I wonna be free" und zeigt so seine Sympathie für die beiden. Ähnliches kann einem tatsächlich passieren: Man sollte Leute nicht nach ihrem Äußeren beurteilen. Ein unscheinbarer Handwerker kann sich abends im Pub plötzlich als Virtuose an der Fiddle herausstellen.
Köstlich auch die polnischen Wohngenossen im Haus des Mädchens: Da sich in der Wohnung des Mädchens der einzige Fernseher im ganzen Haus befindet, dürfen ihre polnischen Freunde einmal am Tag in ihre Wohnung kommen, um sich die Daily Soap "Fair City" anzusehen, um so Englisch zu lernen. Sie geben eine kleine Kostprobe ihres Wortschatzes, die Sprechweise der Iren nachahmend: "What's the story, man?", oder "You are not pregnant?"
Kurzum, der Film ist ein echtes kleines Juwel, eine sympathische Überraschung, nicht nur für Musikliebhaber. Man wird ihn sich nicht nur einmal ansehen, anders als sein Titel vermuten lässt.
Ein Film jüngeren Datums ist "Once", der gegenwärtig in den deutschen Kinos anläuft, in Irland aber bereits auf DVD erhältlich ist. Er ist eine der kleinen Low-Budget-Produktionen, die weniger durch Spezial-Effekte oder große Stars auffallen, sondern durch eine einfache aber hinreißende Geschichte mitten aus dem Leben der beiden Hauptcharaktere. Der Film war eine der Überraschungen auf den Film-Festivals, gewann den "World Cinema Audience Award" und war sogar für eine Oscar-Nominierung im Gespräch.
Der Film wurde vergangenes Jahr in nur zwei Wochen und mitten in Dublin gedreht, teilweise auf offener Straße mit Passanten und dem Dubliner Straßenverkehr im Hintergrund. Und das gibt ihm eine besondere Note: Er zeigt Dublin heute, die Stadt und die Menschen. Viele bekannte Straßen und Orte tauchen als Schauplätze in dem Film auf, so z.B. die berühmte Einkaufsstraße Grafton Street, die George's Street Arkaden, St. Stephen's Green, Dollymount Beach oder die Halbinsel Howth.Er handelt von einem mittellosen Staubsauger-Techniker, der sich in seiner Freizeit als Straßenmusikant etwas Geld hinzuverdient und eigene Lieder schreibt. Zufällig begegnet er einer tschechischen Emigrantin, die sich als Putzfrau und Straßenverkäuferin durch das Leben in Dublin schlägt und zudem eine talentierte Pianistin ist. Eine Romanze bahnt sich an. Doch der Film folgt nicht den klassischen Liebesgeschichten a la Hollywood mit Schmalz und Happy End, sondern erzählt die Geschichte zweier einfacher Menschen mit Sorgen und Nöten, deren Lebenswege sich für eine Woche treffen.
Die beiden Hauptdarsteller sind in erster Linie Musiker und haben bereits vor dem Film ein gemeinsames Album aufgenommen. Erst in zweiter Linie sind sie Schauspieler. Aber gerade das verleiht ihren Figuren eine besondere Natürlichkeit. Sie spielen Menschen wie du und ich. Nicht ohne Absicht haben die beiden Figuren im Film keine Namen, und auch im Abspann werden sie nur mit "Guy" und "Girl" geführt.
Der Film zeigt zudem das Leben und die Probleme im heutigen Dublin: Emigration, die hohen Lebenshaltungskosten, House Sharing. Den Gegenpol stellt die Musik dar, die auch heute noch einen hohen Stellenwert in der irischen Kultur hat. Dublin, dieser kosmopolitische Schmelztigel vieler Kulturen, ist der perfekte Schauplatz für die Geschichte, woanders hätte sie gekünstelt und fehl am Platz gewirkt. Und wer kann, sollte sich den Film im Orignal ansehen. Man bekommt echte irische Sprechweise und Dubliner Akzent geboten.
Viele nette Details fallen einem auf: Da gibt es den Bankangestellten, bei dem die beiden für einen Kredit vorsprechen und dem sie eine Demo-Aufnahme vorspielen. Der Banker zeigt sich zunächst skeptisch. Doch dann greift er plötzlich selbst zur Gitarre, schmettert "I wonna be free" und zeigt so seine Sympathie für die beiden. Ähnliches kann einem tatsächlich passieren: Man sollte Leute nicht nach ihrem Äußeren beurteilen. Ein unscheinbarer Handwerker kann sich abends im Pub plötzlich als Virtuose an der Fiddle herausstellen.
Köstlich auch die polnischen Wohngenossen im Haus des Mädchens: Da sich in der Wohnung des Mädchens der einzige Fernseher im ganzen Haus befindet, dürfen ihre polnischen Freunde einmal am Tag in ihre Wohnung kommen, um sich die Daily Soap "Fair City" anzusehen, um so Englisch zu lernen. Sie geben eine kleine Kostprobe ihres Wortschatzes, die Sprechweise der Iren nachahmend: "What's the story, man?", oder "You are not pregnant?"
Kurzum, der Film ist ein echtes kleines Juwel, eine sympathische Überraschung, nicht nur für Musikliebhaber. Man wird ihn sich nicht nur einmal ansehen, anders als sein Titel vermuten lässt.
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