Auf Dublins bekannteren Einkaufsstraßen, Henry Street und besonders Grafton Street, sieht man fast jeden Tag einen oder mehrere Straßenmusiker (engl. busker), vor allem an sonnigen Wochenenden. Manchmal lohnt es sich, bei dem einen oder anderen Musiker genauer hinzuhören. Viele heute bekannte irische Musiker haben als Straßenmusikanten angefangen. Glen Hansard etwa oder auch Chris de Burgh sind nur zwei Beispiele. Es kann also gut sein, dass der kaum beachtete Gitarrenspieler dort vor dem Kaufhaus eines Tages mal berühmt wird.
Einer der vielen Busker in Dublin ist Gus McCann. Bei ihm lohnt es sich durchaus, genauer hinzuhören. Gus spielt Gitarre und singt. Dabei sitzt er auf dem Gitarrenverstärker, hat vor sich ein Mikrofon aufgebaut und (allgemein üblich) vor sich den geöffneten Gitarrenkoffer, in den die Leute etwas Kleingeld werfen können. Doch Achtung: In dem gepolsterten Gitarrenkoffer liegt meist gemütlich eingerollt ein Hund, den Gus fast immer mit dabei hat. Während Herrchen Musik macht, döst der Hund meist vor sich hin und hebt nur ab und zu den Kopf, wenn jemand eine Münze in den Koffer wirft. Ich lasse es mal dahin gestellt, wie viel der Hund dazu beiträgt, die Aufmerksamkeit der Passanten zu gewinnen. Mir zumindest fiel zuerst die angenehme Soul-Stimme auf, mit der Gus überwiegend irische Balladen singt. Der Hund diente anfangs nur als Wiedererkennungszeichen: Ach ja, da ist wieder der Busker mit dem Hund.
Mittlerweile sieht und hört man Gus häufiger. Aus meinen Beobachtungen schließe ich, dass er mit seinen Auftritten recht gut Geld macht. Er hat durchaus "etwas", das ihn von der Masse der Straßenmusiker abhebt und zum Zuhören verleitet. Passanten bleiben stehen und lauschen, kleine Gruppen bilden sich. Dies sind die Momente, auf die Straßenmusiker hoffen. Passanten schenken ihnen Aufmerksamkeit. Ab und zu tritt jemand aus der Gruppe nach vorne und wirft ein paar Münzen in den Gitarrenkoffer. Oft genug wird dabei der Hund kurz getätschelt, was dieser gutmütig über sich ergehen lässt. Hat Gus ein Lied beendet und spenden ihm die Zuhörer gar Beifall, legt er schnell noch ein anderes Lied nach. Doch erfahrungsgemäß verweilen die meisten Passanten nur kurz, und die kleine Menschenmenge löst sich rasch wieder auf. Das Los eines Straßenmusikanten.
Seine Musik ist sogar auf mittlerweile drei CDs erhältlich. In seinem Gitarrenkoffer hat er stets einige Exemplare zum Verkauf dabei. Einzeln kosten sie 5 Euro, als Gesamtpacket 10 Euro. Dies ist ein fairer Preis, finde ich, und habe mir bereits zwei seiner CDs gekauft. Die Aufnahmen wurden in einem kleinen Tonstudio gemacht, und entsprechen fast haargenau den Live-Versionen. Die meisten Lieder spielte Gus wie gewohnt solo, nur bei einigen Stücken wurde er von einer zweiten Gitarre bzw. einem Banjo, oder einer Background-Sängerin begleitet. Die CDs sind handelsübliche CD-Rohlinge mit einer aufgedruckten Übersicht der enthaltenen Lieder. Einfachste Anfertigung, aber das macht ihn nur sympathisch. Ein Musiker von der Straße.
Zu seinem Repertoire gehören überwiegend ruhige und melancholische, irische Balladen wie z.B. "Dublin In My Tears" "Only Our Rivers", "The Dutchman" oder "Grace", die er mit seiner angenehmen Stimme vorträgt. Die könnte zwar noch etwas Feinschliff vertragen, aber auch so hört man ihm gerne zu. Durch Gus habe ich immerhin einige neue irische Lieder kennengelernt. Bei manchen Liedern, von denen ich bereits andere Aufnahmen habe, gefällt mir seine einfache Version sogar besser. Und nicht zuletzt dienen mir die Lieder auch als Anschauungsmaterial für mein Gitarrenspiel.
Wenn man im Internet recherchiert, findet man durchaus ein paar Informationen über Gus McCann. Er hat bereits auf zahlreichen Festivals gespielt und sogar Auszeichnungen gewonnen. Er gilt als Irlands neuer Bob Dylan, und ist angeblich auch für eine Filmrolle im Gespräch. Ich weiß zwar nicht, wie viel ich davon glauben kann. Aber ich denke schon, dass er das Zeug zu mehr hat. Wer weiß, vielleicht hört man ja eines Tages noch mehr von und über Gus McCann. Ich hoffe für ihn, dass es klappt. Aber ich würde mir auch wünschen, dass er seinen Wurzeln treu bleibt und noch des öfteren auf Dublins Straßen spielt. Dann kann ich wieder sagen: Ach ja, da ist wieder der Busker mit dem Hund.
Einer der vielen Busker in Dublin ist Gus McCann. Bei ihm lohnt es sich durchaus, genauer hinzuhören. Gus spielt Gitarre und singt. Dabei sitzt er auf dem Gitarrenverstärker, hat vor sich ein Mikrofon aufgebaut und (allgemein üblich) vor sich den geöffneten Gitarrenkoffer, in den die Leute etwas Kleingeld werfen können. Doch Achtung: In dem gepolsterten Gitarrenkoffer liegt meist gemütlich eingerollt ein Hund, den Gus fast immer mit dabei hat. Während Herrchen Musik macht, döst der Hund meist vor sich hin und hebt nur ab und zu den Kopf, wenn jemand eine Münze in den Koffer wirft. Ich lasse es mal dahin gestellt, wie viel der Hund dazu beiträgt, die Aufmerksamkeit der Passanten zu gewinnen. Mir zumindest fiel zuerst die angenehme Soul-Stimme auf, mit der Gus überwiegend irische Balladen singt. Der Hund diente anfangs nur als Wiedererkennungszeichen: Ach ja, da ist wieder der Busker mit dem Hund.Mittlerweile sieht und hört man Gus häufiger. Aus meinen Beobachtungen schließe ich, dass er mit seinen Auftritten recht gut Geld macht. Er hat durchaus "etwas", das ihn von der Masse der Straßenmusiker abhebt und zum Zuhören verleitet. Passanten bleiben stehen und lauschen, kleine Gruppen bilden sich. Dies sind die Momente, auf die Straßenmusiker hoffen. Passanten schenken ihnen Aufmerksamkeit. Ab und zu tritt jemand aus der Gruppe nach vorne und wirft ein paar Münzen in den Gitarrenkoffer. Oft genug wird dabei der Hund kurz getätschelt, was dieser gutmütig über sich ergehen lässt. Hat Gus ein Lied beendet und spenden ihm die Zuhörer gar Beifall, legt er schnell noch ein anderes Lied nach. Doch erfahrungsgemäß verweilen die meisten Passanten nur kurz, und die kleine Menschenmenge löst sich rasch wieder auf. Das Los eines Straßenmusikanten.
Seine Musik ist sogar auf mittlerweile drei CDs erhältlich. In seinem Gitarrenkoffer hat er stets einige Exemplare zum Verkauf dabei. Einzeln kosten sie 5 Euro, als Gesamtpacket 10 Euro. Dies ist ein fairer Preis, finde ich, und habe mir bereits zwei seiner CDs gekauft. Die Aufnahmen wurden in einem kleinen Tonstudio gemacht, und entsprechen fast haargenau den Live-Versionen. Die meisten Lieder spielte Gus wie gewohnt solo, nur bei einigen Stücken wurde er von einer zweiten Gitarre bzw. einem Banjo, oder einer Background-Sängerin begleitet. Die CDs sind handelsübliche CD-Rohlinge mit einer aufgedruckten Übersicht der enthaltenen Lieder. Einfachste Anfertigung, aber das macht ihn nur sympathisch. Ein Musiker von der Straße.
Zu seinem Repertoire gehören überwiegend ruhige und melancholische, irische Balladen wie z.B. "Dublin In My Tears" "Only Our Rivers", "The Dutchman" oder "Grace", die er mit seiner angenehmen Stimme vorträgt. Die könnte zwar noch etwas Feinschliff vertragen, aber auch so hört man ihm gerne zu. Durch Gus habe ich immerhin einige neue irische Lieder kennengelernt. Bei manchen Liedern, von denen ich bereits andere Aufnahmen habe, gefällt mir seine einfache Version sogar besser. Und nicht zuletzt dienen mir die Lieder auch als Anschauungsmaterial für mein Gitarrenspiel.Wenn man im Internet recherchiert, findet man durchaus ein paar Informationen über Gus McCann. Er hat bereits auf zahlreichen Festivals gespielt und sogar Auszeichnungen gewonnen. Er gilt als Irlands neuer Bob Dylan, und ist angeblich auch für eine Filmrolle im Gespräch. Ich weiß zwar nicht, wie viel ich davon glauben kann. Aber ich denke schon, dass er das Zeug zu mehr hat. Wer weiß, vielleicht hört man ja eines Tages noch mehr von und über Gus McCann. Ich hoffe für ihn, dass es klappt. Aber ich würde mir auch wünschen, dass er seinen Wurzeln treu bleibt und noch des öfteren auf Dublins Straßen spielt. Dann kann ich wieder sagen: Ach ja, da ist wieder der Busker mit dem Hund.














