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| "But, the fools, the fools, the fools! ... " |
Es war eine Grabrede, die in die Geschichte einging. Als am 1. August 1915 auf dem Dubliner Friedhof von Glasnevin der alte Fenianer Jeremiah O'Donovan Rossa zu Grabe gelegt wurde, hielt der damals weitgehend unbekannte Pádraig Pearse vor etwa 2.000 Anwesenden eine Rede, die nicht nur den damaligen Zeitgeist traf, sondern die auch viele Generationen irischer Freiheitskämpfer inspirieren sollte.
Der 1831 im County Cork geborene Rossa war Führer der Fenianer und Mitglied der Widerstandsgruppe "Irish Republican Brotherhood" gewesen. Für seine Mitwirkung am Fenianeraufstand wurde er 1865 zu lebenslanger Haft verurteilt. Aufgrund einer Amnestie - in Verbindung mit dem Versprechen, Irland für immer zu verlassen - wurde er 1870 freigelassen. Bis zu seinem Tod am 29. Juni 1915 lebte er im Exil in Amerika.
Die Anhänger der Widerstandsbewegung in Irland erkannten das große Propaganda-Potenzial, das eine Beisetzung des alten Fenianers in Dublin haben würde. In Europa tobte der 1. Weltkrieg. In Irland formierte sich der Widerstand gegen den Besatzer England. Die beiden größten Widerstandsgruppen, die "Irish Republican Brotherhood" und die "Irish Citizen Army", planten einen Aufstand, der noch vor Ende des Weltkriegs stattfinden sollte.
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| " ... They have left us our Fenian dead, and while Ireland holds these graves ..." |
England konnte keinen Störenfried hinter den eigenen Reihen gebrachen und hielt Irland an der kurzen Leine. Öffentliche Versammlungen und Reden waren verboten. Nicht verboten aber waren Versammlungen anlässlich von Beerdigungen. Es war auf jener Beisetzung von Jeremiah O'Donovan Rossa, als Pádraig Pearse, öffentlich die Uniform eines Offiziers der "Irish Volunteers" tragend, seine unvergessene Rede hielt. Sie endete mit den Worten:
"They think that they have pacified Ireland. They think that they have purchased half of us and intimidated the other half. They think that they have foreseen everything, think that they have provided against everything; but, the fools, the fools, the fools! — They have left us our Fenian dead, and while Ireland holds these graves, Ireland unfree shall never be at peace."
Den weiteren Verlauf der Geschichte kennen wir. Nur acht Monate später, im April 1916, fand der Osteraufstand statt, bei dem Pádraig Pearse vor dem General Post Office in Dublin die Irische Republik proklamierte. Der Aufstand wurde von England blutig niedergeschlagen, die Anführer hingerichtet. Pearse wurde am 3. Mai 1916 im Gefängnis von Kilmainham erschossen, nur knapp zehn Monate, nachdem er die Rede am Grab von Rossa gehalten hatte.
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| "... Ireland unfree shall never be at peace." |
Einen kleinen Eindruck davon, wie es war, als Pearse seine Rede am Grab von Rossa hielt, kann man diesen Monat auf dem Friedhof von Glasnevin erhalten. Jeden Nachmittag gegen halb zwei trägt ein Schauspieler die Rede vor, wie Pearse eine Uniform der "Irish Volunteers" tragend. Die kleine Veranstaltung ist Teil eines Programms des Museums von Glasnevin, bei dem über die nächsten Monate berühmte Reden irischer Patrioten und Freiheitskämpfer nachgestellt werden. Eine wie ich finde äußerst gelungene, sehr anschauliche Art und Weise, irische Geschichte lebendig werden zu lassen.
Wenn der Schauspieler alias Pearse die Worte spricht "Ireland unfree shall never be at peace", und man sich bewusst macht, dass der Mann, nur zehn Monate, nachdem er diese Worte gesprochen hatte, hingerichtet wurde, läuft einem schon ein kalter Schauer über den Rücken.
Weitere Infos siehe Glasnevin Cemetery



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